Klimaschutzpreis 2009: Im Handeln für die Schöpfung

Ein Haus mit Botschaft
Pfarre Mauthausen
Über 6000 Stunden haben zahlreiche Freiwillige zum Um- und Ausbau des Pfarrheims Mauthausen in ein Passivhaus beigetragen. Dem voran war 2003 ein Beschluss des Pfarrgemeinderates gegangen, die anstehende Sanierung des Baues von 1975 dem in der Pfarre verankerten Grundsatz `nachhaltig leben´ entsprechend umzusetzen.
Dank Wärmedämmung mit umweltfreundlichen Materialien sowie eines kontrollierten Be- und Entlüftungssystems konnte die Energiekennzahl von vorher 195 auf nur noch 8,3 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gesenkt werden. Der ausgebaute Dachboden bietet Kindern neuen Raum, die vorher selten über 11° C "warme" Bibliothek wird nun gerne genutzt.

Eine Welt
Eine Welt Handel AG Logistikzentrum
Das erste gewerbliche Passivhaus aus Holz in Europa steht im steirischen Niklasdorf und beherbergt das Logistikzentrum der Eine Welt Handel AG, dem größten Importeur von Korbwaren aus fairem Handel.
Erfreuliches Wachstum, steigender Lagerbedarf aber fehlende Ausbaumöglichkeit führten zu der Entscheidung für einen neuen Standort – und ein Gebäude, das die Grundsätze der Nachhaltigkeit erfüllt. Der Spatenstich erfolgte 2007, im Jänner 2009 wurde das neue Gebäude mit einer Lagerfläche von 2.200 m² sowie Büro- und Geschäftsflächen von 600 m² bezogen.
Die Kosten für Heizung und Warmwasser werden mit etwa 2.000.- Euro pro Jahr sensationell niedrig ausfallen, entsprechend auch die CO2-Bilanz. Dank optimaler Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz konnte weiters ein Großteil der Warentransporte auf die Schiene verlegt werden, was zusätzlich 170.000 LKW-Kilometer pro Jahr und deren Emissionen einspart.
Das "rundum stimmige Projekt", so der Geschäftsführer der Eine Welt AG, Karl Pirsch, erlaubt dennoch weitere Optimierungen: So wurde das Dach statisch für die Aufnahme einer Photovoltaikanlage konzipiert, die derzeit noch in der Planungsschublade liegt.
Aussender: pte, Red., Klimaschutzpreis















