Dieses Bauernhaus in Bayern wurde mit Strohballen außen ummantelt, ebenerdig direkt (auf Hasengitter) verputzt, im 1. Stock und Giebel mit Holzschindeln auf Bretterverschalung verkleidet.

Dazu wurden rund um die Fenster OSB-Boxen befestigt...

..und ein Hilfsgerüst im Abstand der Ballen montiert.

Die Ballen stehen auf einem Betonfundamentstreifen mit Horizontaldämmung (Teerpappe), ein Hasengitter (feinmaschiger Draht) wurde als Putzträger verwendet. Nach der ersten Putzschicht wurde PolyesterGittex eingearbeitet um Rissbildung zu verhindern.

Die hier sichtbare Hilfskonstruktion – 6x6 cm Kanthölzer entsprechend der Ballenlänge und Ballenhöhe (stehend 35 cm) – dient zur Befestigung der Ballen an der alten Hauswand und der neuen Fassade (Hasengitter, diffusionsoffene Winddichtigkeitsfolie und Bretterschalung/Schindeln im 1. Stock)

Die Ballen wurden nach der Montage mit Heckenschere und Motorsäge geschoren, um eine glatte Oberfläche zu erhalten, die Fensterlaibungen wurden abgerundet.

Die Folie dient im Untergeschoß nur dem Regenschutz und wurde zum Verputzen wieder abgehängt. Der Putz selbst besteht aus einer Schicht Kalkputz dann wurde in die 2. Schicht Gittex mit eingearbeitet und schließlich fein verputzt.

Bauherr: Frank Böttinger
Baukosten: Strohballen ca 250 ¤
Gesamtkosten: ca. 4000 ¤ ( inkl. Schindeln )
Baubeginn: August 2006
Bauzeit: ca. 4 Monate

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