
Strohballen-Kuppel: Studio für einen Musiker
Als tragende Konstruktion wurden Leimholzbinder vorgefertigt, in gebogener Form. Die Binder bilden das innere Gerüst. Hinter dieses Gerüst wurden die Strohballen gesetzt, die eine leichte Biegung erhielten. Um die Strohballen an dem inneren Holzgerüst zu befestigen, wurden außen Sperrholzstreifen angelegt, und nach jeder Schicht Strohballen mittels Verpackungsbändern am inneren Träger befestigt.
Fertigstellung: 2003
Bauleitung: Manfred Fahnert
Entwurf: Gernot Minke

Nicht zum Nachmachen empfohlen?
Baubiologisch und bauphysikalisch ein Wahnsinn, könnte man sagen, außen eine PVC-Folie ohne Hinterlüftung auf einen innen mit Lehm verputzten Strohballenbau zu spannen, Gernot Minke erklärt das so: "Aus Kostengründen erhielt die Strohballenkuppel außen einen Lehm-Spritzputz und darüber eine PVC- Plane als Bedachung. Als Feuchtraum oder Küche ist der Innenraum wegen der Dampfdichtigkeit der Folie nicht geeignet. Innen wurde ein dicker Lehmputz aufgebracht, dessen letzte Schicht mit Leinöl versetzt ist und deshalb als Dampfbremse wirkt."
Anm. von baubiologie.at: Obwohl das Projekt medial einiges an Aufsehen erfuhr, sollten sich Bauherrn gut überlegen, es 1:1 nachzuahmen. Es gibt aber einige interessante Details, die Beachtung finden sollten, weshalb wir dieses Projekt trotzdem hier vorstellen.






