
SB-Passivhaus St. Donat / Ktn.
Holzriegelbau mit außen vorgesetzter Strohballen-Dämmschichte. Bilder: © Horst Danner
Planung: Bauatelier Schmelz & Partner
Ausführung: Horst Danner (Eigenbau)

So wars ursprünglich geplant: 50 cm liegende Strohballen bilden die
massiven Aussenwände des lasttragenden Passivhauses
in St. Donat in Kärnten. Die Südfassade öffnet sich zur Sonne
hin.
Da es in Österreich nicht leicht ist, die entsprechenden Gutachten für Statik und Belastbarkeit für ein lasttragendes Strohballen-Passivhaus zu belegen, wurde der erste Plan in eine Holzständerkonstruktion mit außenliegender Strohballen-Ebene und Giebeldach geändert.
Im Folgenden der Bauablauf:
1. Bau des Turms (er beinhaltet den Versorgungsschacht und alles, was im Haus mit Wasser zu tun hat sowie die Wirtschaftsräume wie das Bad im OG).

2. Die strohgedämmte Bodenplatte wird auf das Streifenfundament gelegt...

3. ..und die Strohballen gut verdichtet.

4. Nach dem sorgfältigen Nachstopfen wird mit OSB-Platten verplankt.

5. Jetzt wird die Riegelwand auf die Bodenplatte gestellt.

6. Eine Tramdecke bildet die Zwischendecke.

7. Nordseitig wird die Riegelkonstruktion diagonal verschalt.

8. Auch für die Dachkonstruktion werden 35 cm Sparren verwendet, um die Zwischenräume mit Strohballen dämmen zu können.

9. Die Strohballen werden mit einem Förderband auf das Dach gehievt.

10. Nach der Verschalung wird eine Unterdachbahn (Omega) installiert, sie garaniert Winddichtigkeit und Feuchteschutz des Daches.

11. Auf Lattung und Konterlattung wird die Solaranlage (in-Dach-System) montiert...

12. ..und das Dach mit Ziegeln gedeckt, jetzt ist das Haus regensicher und die Strohballenwände können im Trockenen gedämmt werden.

13. Dabei werden die Strohballen außen vor die verschalte Riegelkonstruktion vorgesetzt und bilden eine durchgehende Wärmedämmschicht.

14. An den Ecken werden Holzkeile zur Befestigung der Ballen eingeschlagen.

15. Die Ballen werden mit Schnüren und einer Hilfskonstruktion an der Wand befestigt:

16. Auch die West- und Ostwand wird mit Strohballen gedämmt...

17. .. und dann direkt verputzt (Kalkputz)

18. Anders als in Holzständerkonstruktionen mit den - holzbedingt - geraden Kanten, zeigen sich die verputzten Strohballenwände hier eher organisch verspielt.

19. Der Turm aus Ziegeln wird mit Korkplatten gedämmt.

20. Schließlich werden noch die südseitigen Glasflächen gegen sommerliche Überhitzung beschattet.
