ÖsterreichAusbau einer Scheune zum Büro in Ravelsbach, NÖ

Entwurf & Planung: Herbert Gruber, asbn
Einreichplan: Bauatelier Schmelz & Partner
Zimmerei & Fenster: Kreativer Holzbau
Installationen (Fußbodenheizung): Kerschbaum
Lehmputz: Authried
Baukosten: rd. 350,–/m2 (nur durch Eigenleistungen möglich)
Fertigstellung: 2007

Diese Scheune in Baierdorf / Ravelsbach wird zum strohballengedämmten Büro (40 m2 Bürofläche) ausgebaut. Dazu wurde die Scheune zuerst entmantelt und - rund um die bestehende Konstruktion – ein Fundament errichtet. Viele Arbeiten, insbesondere der Strohballenbau, wurden im Selbstbau mit Freunden durchgeführt.

Auf das Fundament – 20 cm verdichtetes Thermofloor (Perlite/
europerl) zwischen Betonmantelsteinen als Bodendämmung
auf Teerpappe (Feuchtesperre) und gewachsenem Boden (Erde)
– wurde eine Variotherm Fussbodenheizung installiert
(Kerschbaum Installationen)

Darauf wurde ein Heizestrich (ca. 7 cm) aufgebracht

Auf die - mit Beton gefüllten - Mantelstein-Streifen-Fundamente
wird die Hilfskonstruktion gestellt, außen vor der bestehenden
Konstruktion, damit diese später im Innenraum sichtbar bleibt.
Die 6 x 24 cm Ständer werden im Mass der Kleinstrohballen von
Stroh Jaschok (24 cm Dicke) montiert.

Freiwillige Helfer schlichten die Kleinballen in die Zwischenräume

Auch die Decke der "Büro-Box" wird mit Strohballen gedämmt,
wiederum zwischen 6 x 24 cm Pfosten und auf 2,4 cm Rauschalung

An der - nicht überdachten - Ostseite wird außen mit
Agepanplatten (Unterdachplatten) regensicher verschalt,
hier folgt später eine 5 cm hinterlüftete Holzfassade.

An den Außenseiten der Strohballenwände, die unter Dach liegen,
wird mit Rauschalung verschalt und eine Schilfstukkatur
als Putzträger für den Lehmputz montiert

Raumseitig soll testweise direkt auf die Strohballen verputzt
werden, dazu müssen diese geschoren werden:


Herbert Gruber (ASBN) beim Glätten der Wände mit einer
Bosch Heckenschere (mind. 400 W). Dieses Werkzeug
hat sich zum Scheren als einziges wirklich effizient bewährt.


Die Heckenschere lässt sich übrigens im Baumarkt (Hornbach)
günstig ausborgen.

Auch die Decke wird raumseitig mit Schilfstukkatur verkleidet.

Nach dem Scheren (Glätten) der Wände wird mit Lehmspritzputz
direkt verputzt...

.. und dann der Lehmgrobputz mit der Latte abgezogen

Auch die Decke wird derart mit Lehm verputzt

Außen wurde ein Reibeputz aus Lehm aufgebracht,
vor dem Feinputz wurde ein Glasfasergewebe zur Verstärkung
und gegen Rissbildung eingearbeitet

Innen wird der Putz im Stil alter Bauernhäuser geglättet.
Jetzt hat der Lehmputz Zeit, über den Winter auszutrocknen.

FORTSETZUNG